Eurythmie

Eurythmie ist ein wichtiger Baustein im Waldorfkindergarten.

Das Wort Eurythmie stammt aus dem Griechischen. Eu kann mit gut, schön, wahr, richtig übersetzt werden, rhythmos mit gegliederter Stetigkeit. So bedeutet Eurythmie: schöner wahrer Rhythmus.

Diese Art der Bewegungskunst wurde von Rudolf Steiner Anfang des 19. Jahrhunderts entwickelt. Im Gegensatz zur Gymnastik, die mit den physikalischen Kräften der Schwere und Leichte arbeitet, versucht die Eurythmie durch die Körperbewegung die Gesetzmäßigkeiten von Sprache und Musik im seelischen Erleben zu gestalten. Man könnte auch sagen, dass Eurythmie die Sprache sichtbar macht.

Die Kinder formen mit ihren Gebärden hauptsächlich Laute der Sprache, seelische Stimmungen, Töne, Intervalle oder Harmonien. Wenn Kinder unbefangen am Eurythmieunterricht teilnehmen, können sie in vielfältiger Art Dichtung und Musik aufnehmen und sich enorme Geschicklichkeit und Beweglichkeit in einem sozialen Gefüge erwerben. Speziell im Kindergarten werden auf den Hintergrund von Jahreszeiten und Märchenmotiven die natürlichen Regungen der Kinder zu tanzen, zu springen, sich viel zu bewegen, zu reden und auch zu singen gefördert. Mit den natürlichen Gebärden werden alle Körperprozesse stärkend durchströmt, Schwere und Müdigkeit werden überwunden. Sie weiten die Brust, regeln Atem, regen den Stoffwechsel an, harmonisieren nervöse Unruhe, stärken die Konzentration und fördern, wie bereits oben erwähnt, das soziale Miteinander.

Da der Eurythmietag im Kindergarten immer etwas ganz Besonderes ist, kleiden sich die Kinder und Erzieherinnen auch entsprechend.